Anzeigemodi
Nimm Unabhängig, wenn jeder Bildschirm etwas anderes zeigen soll, Gespiegelt, wenn alle dasselbe zeigen sollen, und Übergreifend, wenn sich ein Bild über alle Bildschirme erstreckt.
Überblick
| Modus | Einsatzbereich | Verhalten |
|---|---|---|
| Unabhängig | Unterschiedliche Inhalte pro Bildschirm | Jeder Bildschirm arbeitet unabhängig |
| Gespiegelt | Überall derselbe Inhalt | Alle Bildschirme zeigen synchron identischen Inhalt |
| Übergreifend | Video Walls | Inhalte erstrecken sich als zusammenhängende Fläche über alle Bildschirme |
Standard: FloSync startet neue Installationen im Modus „Unabhängig“. Jederzeit über das Modus-Dropdown wechselbar.
Verhalten der Inhaltstypen je Modus
Je nach Inhaltstyp unterscheidet sich das Verhalten in den einzelnen Modi:
| Inhaltstyp | Unabhängig | Gespiegelt | Übergreifend |
|---|---|---|---|
| Videos | Eigenes Video pro Bildschirm | Gleiches Video, synchron | Video pro Bildschirm beschnitten |
| Bilder | Eigenes Bild pro Bildschirm | Gleiches Bild auf allen | Bild pro Bildschirm beschnitten |
| Webseiten | Eigene Seite pro Bildschirm | Gleiche Seite auf allen | Gleiche Seite auf allen (kein Zuschnitt) |
Hinweis: Webseiten lassen sich nicht über mehrere Bildschirme spannen. Im Modus „Übergreifend“ zeigen sie auf allen Bildschirmen denselben Inhalt, genau wie im Modus „Gespiegelt“.
Modus „Unabhängig“
Ein Computer, drei Bildschirme. Jeder Bildschirm zeigt etwas anderes.
Funktionsweise
Im Modus „Unabhängig“ arbeitet jeder Bildschirm als eigenständiger Player:
- Unterschiedliche Inhalte auf verschiedene Bildschirme laden (Videos, Bilder oder Webseiten)
- Audio pro Bildschirm einzeln steuern (nur bei Videos)
- Völlig unterschiedliche Inhalte pro Bildschirm anzeigen
- Die Wiedergabesteuerung gilt übergreifend (Play/Pause betrifft alle Videos gleichzeitig)
Typische Einsatzbereiche
- Digitale Menütafeln, bei denen jeder Bildschirm eine andere Kategorie zeigt
- Einzelhandels-Setups mit unterschiedlichen Werbeinhalten
- Dashboards mit verschiedenen Webseiten pro Bildschirm
- Alle Szenarien, in denen die Bildschirme verschiedene Inhalte zeigen sollen
Bedienung
- Im Modus-Dropdown Unabhängig auswählen
- Jede Bildschirmkachel im Bedienfeld kann eigene Inhalte erhalten
- Videos oder Bilder per Drag-and-Drop auf eine Bildschirmkachel ziehen
- Per Rechtsklick Webseiten oder HTML-Dateien laden
- Über das Lautsprechersymbol den Ton pro Bildschirm ein- oder ausschalten (nur bei Videos)
- Mit Play/Pause alle Videoinhalte gemeinsam steuern
Audio-Verhalten
- Jeder Bildschirm hat einen eigenen Audio-Schalter (Lautsprechersymbol) für Videos
- Beim Laden eines Videos ist der Ton standardmäßig deaktiviert
- Audio gezielt auf den Bildschirmen aktivieren, die Ton wiedergeben sollen
- Mehrere Bildschirme können gleichzeitig Audio abspielen
Modus „Gespiegelt“
Ein Computer, drei Bildschirme, dasselbe Video auf jedem Bildschirm.
Funktionsweise
Im Modus „Gespiegelt“ zeigen alle Bildschirme exakt denselben Inhalt, visuell ausgerichtet:
- Inhalte laden, die dann automatisch auf allen Bildschirmen erscheinen
- Play drücken (Videos), worauf alle Bildschirme gleichzeitig starten
- Durch die Timeline scrubben (Videos), worauf alle Bildschirme auf dieselbe Position springen
Typische Einsatzbereiche
- Einzelhandelsumgebungen, in denen alle Bildschirme dieselbe Werbung zeigen sollen
- Wartezimmer oder Lobbys mit mehreren Blickwinkeln
- Veranstaltungen, bei denen Zuschauer von verschiedenen Positionen auf unterschiedliche Bildschirme schauen
- Backup- und Redundanz-Setups
Bedienung
- Im Modus-Dropdown Gespiegelt auswählen
- Inhalte auf einen beliebigen Bildschirm laden; sie erscheinen automatisch auf allen
- Die Wiedergabesteuerung nutzen, die auf alle Bildschirme gleichzeitig wirkt (nur bei Videos)
- Alle Bildschirme bleiben automatisch synchron
Synchronisierung
FloSync hält die Wiedergabe auf allen Bildschirmen automatisch synchron (nur bei Videos) und legt dabei Wert auf eine flüssige Darstellung.
Audio-Verhalten
- Ton wird nur über den primären Bildschirm ausgegeben, um Echos zu vermeiden (nur bei Videos)
- Sekundäre Bildschirme werden automatisch stummgeschaltet
- Das Umschalten des Tons aktualisiert das Lautsprechersymbol auf jeder Bildschirmkachel, aber nur der Ton des primären Bildschirms ändert sich
Modus „Übergreifend“
Ein Computer, drei Bildschirme, ein Video. Jeder Bildschirm zeigt seinen eigenen Ausschnitt desselben Bildes.
Funktionsweise
Im Modus „Übergreifend“ erstreckt sich der Inhalt über alle verbundenen Bildschirme, als wären sie ein einziger großer Bildschirm. Jeder Bildschirm zeigt dabei einen Ausschnitt des Gesamtbildes.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die einfachste Einrichtung findest du unter So verteilst du ein Video mit FloSync über zwei Bildschirme.
Typische Einsatzbereiche
- Video Walls (2×2, 3×3 oder jede beliebige Konfiguration)
- Breite Panorama-Setups
- Großformatige digitale Kunstinstallationen
- Stadion- oder Arena-Installationen
- Jedes Setup, bei dem ein durchgehendes Bild über mehrere Bildschirme gewünscht ist
Bedienung
- Im Modus-Dropdown Übergreifend auswählen
- FloSync erkennt die Bildschirmanordnung (wie im Betriebssystem konfiguriert)
- Inhalte laden: FloSync berechnet automatisch, welchen Ausschnitt jeder Bildschirm zeigen soll
- Jeder Bildschirm stellt seinen Abschnitt dar; zusammen entsteht ein großes, durchgehendes Bild
Audio-Verhalten
- Ton wird nur über den primären Bildschirm ausgegeben, um Echos zu vermeiden (nur bei Videos)
- Sekundäre Bildschirme werden automatisch stummgeschaltet
- Das Umschalten des Tons aktualisiert das Lautsprechersymbol auf jeder Bildschirmkachel, aber nur der Ton des primären Bildschirms ändert sich
Verhalten je Inhaltstyp
- Videos: Pro Bildschirm zugeschnitten auf den korrekten Ausschnitt; synchrone Wiedergabe
- Bilder: Pro Bildschirm zugeschnitten; der Fit-Modus wird berücksichtigt
- Webseiten: Nicht übergreifend darstellbar. Sie zeigen auf allen Bildschirmen dieselbe Seite (wie im Modus „Gespiegelt“)
Wichtig: Webseiten unterstützen den Modus „Übergreifend“ nicht. Für eine webbasierte Video Wall stattdessen Videos oder Bilder verwenden.
Bildschirmanordnung
Der Modus „Übergreifend“ nutzt die Bildschirmanordnung des Betriebssystems. So wird sie konfiguriert:
macOS:
- Systemeinstellungen > Displays öffnen
- Auf „Anordnen…“ klicken
- Die Bildschirme so anordnen, dass sie der physischen Aufstellung entsprechen
Windows:
- Rechtsklick auf den Desktop > Anzeigeeinstellungen
- Zu „Mehrere Anzeigen“ scrollen
- Die Bildschirme passend zur physischen Aufstellung anordnen
Empfehlungen für den Modus „Übergreifend“
- Physische Anordnung abbilden. Die Bildschirmanordnung im Betriebssystem muss der tatsächlichen Aufstellung entsprechen
- Bildschirme müssen nicht zueinander passen. Unterschiedliche Größen, Auflösungen und Ausrichtungen funktionieren alle. Identische Bildschirme liefern auf einem klassischen Raster das gleichmäßigste Ergebnis, aber bewusst gemischte Anordnungen sind in kreativen und künstlerischen Installationen üblich
- Rahmenbreite berücksichtigen. Physische Rahmen zwischen den Bildschirmen können zu sichtbaren Lücken führen
- Zuerst mit Standbildern testen: Lade ein Testmuster, um die Ausrichtung vor dem eigentlichen Einsatz zu prüfen
Multi-Computer-Video-Walls (Globale Leinwanderweiterung)
Für Video Walls, die sich über mehrere Computer erstrecken, gibt es die Funktion Globale Leinwanderweiterung. Damit lässt sich eine virtuelle Fläche definieren, die größer ist als die lokalen Bildschirme, sodass jeder Computer den korrekten Ausschnitt eines wandgroßen Videos zeigt.
Beispiel: 3×2-Video-Wall
Angenommen, eine 3×2-Video-Wall (3 Spalten × 2 Zeilen) wird mit 3 Computern betrieben, von denen jeder zwei vertikal gestapelte 1920×1080-Bildschirme steuert:
Sechs Bildschirme ergeben zusammen eine globale Leinwand von 5760×2160.
Jeder Computer benötigt eigene Erweiterungswerte:
| Computer | Erweiterung (Links, Oben, Rechts, Unten) | Position |
|---|---|---|
| Linker PC | 0, 0, 3840, 0 | Zeigt das linke Drittel |
| Mittlerer PC | 1920, 0, 1920, 0 | Zeigt das mittlere Drittel |
| Rechter PC | 3840, 0, 0, 0 | Zeigt das rechte Drittel |
Globale Leinwanderweiterung einrichten
- Erweiterungsdialog öffnen: Auf das Rastersymbol in der Werkzeugleiste klicken
- Erweiterungswerte eingeben. Gib an, um wie viele Pixel die Fläche in jeder Richtung (Links, Oben, Rechts, Unten) über die lokalen Bildschirme hinausreicht
- Schnellanpassungen nutzen: Über die Buttons in dieser Zeile lassen sich gängige Auflösungen addieren oder subtrahieren: ±1920 für 1080p-Bildschirme, ±3840 für 4K
- Auf „Übernehmen“ klicken, um die Einstellungen zu übernehmen
- Vorschau aktivieren. Schalte „Globale Leinwand anzeigen“ (Lupensymbol) ein, um die lokalen Bildschirme innerhalb der größeren Fläche zu sehen
Visuelle Vorschau
Ist die Globale Leinwand-Vorschau aktiv, werden folgende Elemente angezeigt:
- Dunkle erweiterte Bereiche stellen den Platz dar, den andere Computer belegen
- Raster-Overlay zeigt die Bildschirmgrenzen bei einheitlicher Bildschirmgröße
- Beschriftete Bereiche: „Erweitert Links“, „Erweitert Oben“ usw. kennzeichnen die Erweiterungszonen
- Lokale Bildschirme werden innerhalb der Globalen Leinwand hervorgehoben
Die lokalen Bildschirme lassen sich in der Vorschau per Drag-and-Drop verschieben, um die Position visuell anzupassen:
- Normales Ziehen rastet auf bildschirmgroße Rasterzellen ein
- Shift beim Ziehen gedrückt halten, um frei (ohne Einrasten) zu positionieren
Live starten mit den Anzeigemodi
Jeder Modus arbeitet mit „Live starten“ zusammen, um Vollbild-Präsentationen zu erzeugen:
Unabhängig + Live starten
- Jedes Vollbildfenster zeigt seinen zugewiesenen Inhalt
- Die Audio-Einstellung des jeweiligen Bildschirms bleibt erhalten (nur bei Videos)
- Alle Videoinhalte bleiben synchron
Gespiegelt + Live starten
- Alle Vollbildfenster zeigen identischen Inhalt
- Nur der primäre Bildschirm gibt Ton aus (nur bei Videos)
- Visuelle Ausrichtung über alle Bildschirme hinweg (nur bei Videos)
Übergreifend + Live starten
- Jedes Vollbildfenster zeigt seinen Abschnitt des Inhalts (Videos und Bilder)
- Der Inhalt wird passend zur Position jedes Bildschirms zugeschnitten
- Ergibt ein nahtloses Video-Wall-Erlebnis
- Webseiten zeigen auf allen Bildschirmen denselben Inhalt (kein Zuschnitt)
- Nur der primäre Bildschirm gibt Ton aus (nur bei Videos)
Modus wechseln
Der Modus lässt sich jederzeit über das Modus-Dropdown in der Werkzeugleiste umschalten (sofern nicht im Live-Modus):
- Auf das Modus-Dropdown klicken
- Den gewünschten Modus auswählen
- Die Änderung greift sofort
Hinweis: Im Live-Modus ist das Modus-Dropdown deaktiviert. Erst den Live-Modus beenden, dann den Anzeigemodus wechseln.
Tipp: Bei der Arbeit mit Zeitplänen kann jede Szene einen eigenen Anzeigemodus haben. Über Rechtsklick auf eine Szenenkarte im Zeitplan-Panel lässt sich der Modus einer Szene schnell zuweisen, ohne den Bearbeitungsdialog zu öffnen.
Was beim Wechsel passiert
| Von | Nach | Was passiert |
|---|---|---|
| Unabhängig | Gespiegelt | Alle Bildschirme übernehmen den Inhalt des primären Bildschirms |
| Unabhängig | Übergreifend | Alle Bildschirme übernehmen den Inhalt des primären Bildschirms und teilen ihn auf |
| Gespiegelt | Unabhängig | Die Bildschirme behalten ihren Inhalt, lassen sich aber ab sofort einzeln steuern |
| Gespiegelt | Übergreifend | Inhalte werden aufgeteilt (Videos/Bilder) oder bleiben gespiegelt (Webseiten) |
| Übergreifend | Unabhängig | Jeder Bildschirm behält seinen aktuellen Ausschnitt |
| Übergreifend | Gespiegelt | Der vollständige Inhalt erscheint auf allen Bildschirmen |
Den richtigen Modus wählen
Drei Leitfragen:
-
Sollen alle Bildschirme dasselbe zeigen?
- Ja, überall derselbe Inhalt → Gespiegelt
- Ja, aber als ein zusammenhängendes Bild → Übergreifend
- Nein, unterschiedliche Inhalte pro Bildschirm → Unabhängig
-
Handelt es sich um eine Video Wall?
- Ja → Übergreifend (in den meisten Fällen)
- Nein → Gespiegelt oder Unabhängig
-
Sehen Zuschauer mehrere Bildschirme gleichzeitig?
- Ja, und die Inhalte sollen übereinstimmen → Gespiegelt
- Ja, und es soll ein zusammenhängendes Bild sein → Übergreifend
- Nein, immer nur ein Bildschirm ist sichtbar → Unabhängig